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Jewgeni Schwarz

Jewgeni Schwarz (1896-1958) Geboren in Kasan, aufgewachsen im nördlichen Kaukasus, bis zur Oktoberrevolution Jurastudium in Moskau, ab 1922 journalistische Arbeiten und Kinderbuchlektor im Staatsverlag OGIS. Ab 1930 Theaterdramaturg und freier Schriftsteller. Er schreibt zunächst Märchenstücke für Kinder, bald aber systemkritische politische (Märchen)-Stücke für Erwachsene. Schnell gerät er in Konflikt mit dem sowjetischen Machtapparat. Viele seiner Stücke werden verboten – auch das 1934 ver-fasste Märchen „Der nackte König“.

Der erste große Bühnenerfolg wird 1939 das Märchen „Die Schneekönigin“, aber sein Märchen „Der Drache“ wird nach der Generalprobe sofort verboten. Die verschärfte Z ensurpraxis der Nach-kriegsjahre bot kaum Aufführungsgelegenheiten für seine Stücke. Nach langer Krankheit stirbt Schwarz 1958 in Komarowo bei Leningrad.

Ein Freund sagt über ihn: „Jewgeni Schwarz war ein Märchenerzähler, der es fertig brachte, uns durch alle Zauberlabyrinthe zu führen und mit der Nase auf das wirkliche Leben zu stoßen. Er liebte das Leben im Märchen und das Märchen im Leben … Er ging in stolzer Haltung, mit vorgeschobenem Bauch, auf dem Kopf eine Leinenmütze, die er sogar beim Schwimmen aufbehielt.“

„Der nackte König“ vereint 3 verschiedene Märchen Hans Christian Andersens (Sie werden sie ohne Mühe erkennen) zu einer fantastischen, er-heiternden politischen Fabel über Schein und Sein, Macht, Feigheit, Lüge, Mut, List und Liebe. Wir haben den Schluss ein wenig abgewandelt: eine Revolution – wie bei Schwarz – findet nicht statt, aber die Macht der Wahrheit und die Liebe besiegen den despotischen König 2. Eine demo-kratische Abstimmung (auch Ihre Stimme ist gefragt!), der sich auch der Vater der Prinzessin beugt, sorgt für ein happy end.

Wir wünschen Ihnen einen vergnüglichen Theaterabend!